Am 14. September 1940 (Fest Kreuzerhöhung) wurde Robert Schuman in Metz verhaftet und musste zehn Monate, genau bis zum Karsamstag 1941, im Gefängnis an der Rue Barres zubringen. Die Gestapo versuchte, ihn in ein Konzentrationslager zu bringen, doch über Schuman hielt Generalstaatsanwalt Heinrich Welsch, später, 1955, einige Wochen Ministerpräsident des Saarlandes, seine schützende Hand. Am 13. April 1941 nach Neustadt gebracht, wurde Schuman als Zivilinternierter im Kurhaus Kohler zwar bewacht, aber er konnte doch einige Reisen unternehmen, zum Beispiel nach Speyer zu den Professoren und Alumnen des Metzer Priesterseminars, die von 1940 bis 1943 dort untergebracht waren.

„Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen.“

Robert Schuman