{"id":2180,"date":"2026-06-08T12:04:40","date_gmt":"2026-06-08T12:04:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/?page_id=2180"},"modified":"2026-06-08T12:04:40","modified_gmt":"2026-06-08T12:04:40","slug":"adolf-eichenlaub-1921-43-vermisst","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/?page_id=2180","title":{"rendered":"Adolf Eichenlaub (1921-43 (vermisst))"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zweite Weltkrieg brachte den Tod in fast jede Herxheimer Familie. Die Familie Eichenlaub in der Holzgasse 25 traf es besonders hart. Gleich dreimal traf eine Todesnachricht ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Landwirt Ludwig Eichenlaub und seine Frau Anna geb. Flick hatten nach der erstgeborenen Tochter Maria vier S\u00f6hne: Ludwig (Jahrgang 1915), Karl (Jahrgang 1917), Adolf (Jahrgang 1921) und Ignaz (Jahrgang 1924). Schon vor dem Krieg war in der Familie ein erstes Mal Trauer angesagt, als die Mutter am 17. Februar 1928 starb und dem Ehemann f\u00fcnf Kinder im Schul- bzw. Kleinkindalter zur\u00fccklie\u00df. Er heiratete, was in jener Zeit nicht selten war, die Schwester seiner Frau Anna, n\u00e4mlich Katharina. Die S\u00f6hne Ludwig und Karl wurden schon vor Kriegsbeginn zum Milit\u00e4r eingezogen. Von Karl wissen wir, dass er zuvor zum Reichsarbeitsdienst gerufen worden war.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Eichenlaub-Adolf.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"508\" height=\"482\" src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Eichenlaub-Adolf-.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2182\" srcset=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Eichenlaub-Adolf-.jpg 508w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Eichenlaub-Adolf--300x285.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 508px) 100vw, 508px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Adolf Eichenlaub in Uniform.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Adolf Eichenlaub wurde am 28. August 1921 als viertes Kind geboren. \u00a0Nach dem Besuch der Volksschule darf man ihn als Mitarbeiter auf dem elterlichen Bauernhof vermuten. Als der Zweite Weltkrieg begann, war er gerade 18 Jahre alt geworden und wurde danach zum Milit\u00e4r gerufen. Unmittelbar nach der Ausbildung folgte sein Kriegseinsatz. Wo dieser anf\u00e4nglich erfolgte, wissen wir nicht. Schlie\u00dflich kam er als Soldat an die s\u00fcdliche Ostfront, wo die K\u00e4mpfe des Zweiten Weltkrieges am heftigsten und todbringendsten waren. Seine Spur verliert sich in Stalingrad, wo er seit 1943 vermisst wird. Eine offizielle Todesnachricht von Adolf hat Familie Eichenlaub in der Holzgasse nie bekommen und sicherlich pflegten Eltern und Geschwister \u00fcber das Kriegsende hinaus Hoffnung auf die R\u00fcckkehr\u00a0 ihres Sohnes bzw. Bruders Adolf. Auf den Bronzetafeln in der Kriegerged\u00e4chtniskapelle taucht der Name Adolf Eichenlaub zweimal auf. Diese stehen jedoch f\u00fcr andere Gefallene gleichen Namens. Warum unser Adolf Eichenlaub\u00a0 nicht verzeichnet ist?\u00a0 Eine Antwort darauf wird es vielleicht nie mehr geben. Zwei Todesnachrichten hatte Familie Eichenlaub ohnehin schon erreicht, war doch Karl, ihr \u00c4ltester 1939 noch vor Kriegsbeginn als Soldat bei einem Ungl\u00fcck ums Leben gekommen und Ludwig war 1940 bei der Stadt Reims in Frankreich von feindlichen Kugeln getroffen worden und an der Verletzung gestorben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"767\" src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Ludwig-Adolf-Karl-Eichenlaub-1024x767.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2181\" srcset=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Ludwig-Adolf-Karl-Eichenlaub-1024x767.jpg 1024w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Ludwig-Adolf-Karl-Eichenlaub-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Ludwig-Adolf-Karl-Eichenlaub-768x575.jpg 768w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Ludwig-Adolf-Karl-Eichenlaub-1536x1150.jpg 1536w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Ludwig-Adolf-Karl-Eichenlaub-2048x1534.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Fotomontage der drei gefallenen Br\u00fcder Ludwig, Adolf und Karl Eichenlaub. <\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ignaz, der j\u00fcngste von den vier Br\u00fcdern wurde 1942 18-j\u00e4hrig zu den Waffen gerufen, gleichwohl zwei seiner Br\u00fcder schon gefallen bzw. zu Tode gekommen waren und er nach der Regel h\u00e4tte nicht einberufen werden d\u00fcrfen. Die Front hatte millionenfach L\u00fccken in die Reihen der deutschen Truppen gerissen, die danach riefen, gef\u00fcllt zu werden. Dann starb auch noch der Vater am 10. Juni 1944. Ignaz geriet in englische Gefangenschaft, aus der er erst 1948 zur\u00fcckkehrte. Die Mutter musste die Arbeiten des gro\u00dfen landwirtschaftlichen Betriebs mit Hilfe eines Kriegsgefangenen und ihrer Tochter Maria alleine leisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Erinnerung an Adolf erhielt sein Neffe, Sohn seines Bruders Ignaz den Namen seines Onkels. Der wurde Landwirt und lie\u00df sich zum Landmaschinenmechaniker ausbilden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Dr. Klaus Eichenlaub)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zweite Weltkrieg brachte den Tod in fast jede Herxheimer Familie. Die Familie Eichenlaub in der Holzgasse 25 traf es besonders hart. Gleich dreimal traf eine Todesnachricht ein. 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