{"id":1150,"date":"2025-07-10T11:50:03","date_gmt":"2025-07-10T11:50:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/?page_id=1150"},"modified":"2025-07-10T11:58:16","modified_gmt":"2025-07-10T11:58:16","slug":"edelbert-biegard-1921-1943","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/?page_id=1150","title":{"rendered":"Edelbert Biegard (1921-1943)"},"content":{"rendered":"\n<p>Edelbert Biegard kam als erstes Kind des Zigarrenmachers Georg Biegard und dessen Ehefrau Anna geb. Baron (aus Hayna) am 12. August 1921 in der Ritter-Holz-Apfel-Stra\u00dfe 4 zur Welt. Die H\u00e4user dieser Stra\u00dfe sowie die der Peter-Betz-Stra\u00dfe waren nach dem Ersten Weltkrieg errichtet worden. Edelbert und seine Geschwister wuchsen somit in einem Neubau auf. Mit Walter, Werner, Petronilla und schlie\u00dflich Helmut erhielt er vier Geschwister, von denen keines \u2013 wie damals fast durchweg geschehen &#8211; im Kindesalter sterben musste. 12-j\u00e4hrig trat er 1933 in die Hitler-Jugend ein, dem&nbsp; einzigen staatlich anerkannten Jugendverband; alle anderen waren ab diesem Zeitpunkt verboten oder gleichgeschaltet. Nach dem Besuch der Volksschule verdiente Edelbert Biegard als Schuhfabrikarbeiter sein Einkommen. 1939 wurde er Mitglied der SA.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"573\" height=\"825\" src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Biegard-Edelbert-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1153\" style=\"width:266px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Biegard-Edelbert-2.jpg 573w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Biegard-Edelbert-2-208x300.jpg 208w\" sizes=\"(max-width: 573px) 100vw, 573px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Biegard-Edelbert.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Am 3. Oktober 1940, kurz nach seinem 19. Geburtstag, musste er als Arbeitsmann des RAD-Abteilung K 2\/174 Dienst tun. Ein gutes halbes Jahr sp\u00e4ter r\u00fcckte er am 25. Mai&nbsp;1941 als Soldat beim 4. Ersatzbataillon SS Ost Breslau ein. Im Monat darauf begann der \u00dcberfall Deutschlands auf die Sowjetunion und damit der leidvolle Krieg im Osten. Edelbert Biegard&nbsp;nahm ab dem 24. Juni 1941&nbsp;teil, und zwar im Mittelabschnitt, der auf Moskau zielte. Im Mai 1942 wurde er zum Obersch\u00fctzen und ein halbes Jahr sp\u00e4ter zum SS-Sturmf\u00fchrer bef\u00f6rdert. Er war also Mitglied der Waffen-SS.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"909\" src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Biegard-Edelbert-1024x909.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1151\" style=\"width:449px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Biegard-Edelbert-1024x909.jpg 1024w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Biegard-Edelbert-300x266.jpg 300w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Biegard-Edelbert-768x682.jpg 768w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Biegard-Edelbert.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>   Todesanzeige der Familie von Edelbert Biegard 1943<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Aus der Personalkarte im Archiv erfahren wir, dass ihn am 21. Januar 1943 in Byalistok in der Abwehrschlacht vor Moskau der Tod ereilte. Der Eintrag im Sterberegister nennt Babtschina, 13 km s\u00fcdlich von Welikija-Luki, als Sterbeort. Auf dem Sterbebild wird der Heldenfriedhof Newel als Begr\u00e4bnisort genannt. Mit &#8220;Heldenfriedhof&#8221; werden die von den Deutschen Einheiten f\u00fcr ihre Gefallenen eingerichteten Gr\u00e4berfelder im Kampfgebiet bezeichnet. Nach R\u00fcckeroberung durch die Sowjetarmee wurden die Gr\u00e4berfelder entweder zerst\u00f6rt oder sich selbst \u00fcberlassen. Nur ein ganz geringer Teil, der in russischer Erde begrabenen deutschen Soldaten, wurde auf einen der sp\u00e4ter durch den Volksbund Deutsche Kriegsgr\u00e4ber F\u00fcrsorge eingerichteten Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tten \u00fcberf\u00fchrt. Im Falle Edelberts k\u00f6nnte dies der Friedhof Sebesh in Russland, nahe der lettischen Grenze, sein, wo sein Name im Gedenkbuch verzeichnet ist. Das Grab von Edelbert Biegard&nbsp;bleibt unbekannt und nie hat einer seiner Verwandten an seinem Grab gestanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Edelberts f\u00fcnf Jahre j\u00fcngeren Bruder Werner ereilte am 13. Juni 1944 bei Bolsena&nbsp;in Mittelitalien der Tod als Soldat.&nbsp;Werner war gerade 18 Jahre alt geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>(Dr. Klaus Eichenlaub, Herxheim) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Edelbert Biegard kam als erstes Kind des Zigarrenmachers Georg Biegard und dessen Ehefrau Anna geb. Baron (aus Hayna) am 12. August 1921 in der Ritter-Holz-Apfel-Stra\u00dfe 4 zur Welt. Die H\u00e4user dieser Stra\u00dfe sowie die der Peter-Betz-Stra\u00dfe waren nach dem Ersten Weltkrieg errichtet worden. Edelbert und seine Geschwister wuchsen somit in einem Neubau auf. 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