{"id":1135,"date":"2025-07-02T11:41:12","date_gmt":"2025-07-02T11:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/?page_id=1135"},"modified":"2026-02-23T19:24:30","modified_gmt":"2026-02-23T19:24:30","slug":"willibald-baudy-1920-1941","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/?page_id=1135","title":{"rendered":"Willibald Baudy (1920-1941)"},"content":{"rendered":"\n<p>Acht Kinder hatte der Schreinermeister Georg Baudy und seine Ehefrau Maria geb. Daum. Sie wohnten in der Unteren Hauptstra\u00dfe 1, also im letzten Haus am \u00f6stlichen Dorfende. Dort war die Werkstatt und auch das Wohnhaus, in welchem Willibald Baudy (Willi gerufen) am 24. September 1920 zur Welt kam. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"354\" height=\"556\" src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1139\" style=\"width:426px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-2.jpg 354w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-2-191x300.jpg 191w\" sizes=\"(max-width: 354px) 100vw, 354px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willibald.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach dem Besuch der Volksschule erlernte Willi den Beruf des Formers in der Metallindustrie, w\u00e4hrend sein \u00e4lterer Bruder Alfred und sein j\u00fcngerer Bruder Heinz beruflich den Fu\u00dfstapfen des Vaters folgten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"629\" src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willibald-rechts-neben-Schwester-1024x629.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1137\" srcset=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willibald-rechts-neben-Schwester-1024x629.png 1024w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willibald-rechts-neben-Schwester-300x184.png 300w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willibald-rechts-neben-Schwester-768x472.png 768w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willibald-rechts-neben-Schwester.png 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Gruppenbild mit Willi Baudy am Ende eines Einkehrtages im Jahre 1936 (ganz rechts neben der Schwester; in der Mitte Hans Geraldy, damals Kaplan in Herxheim).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nach seinem 20. Geburtstag wurde Willibald zum Milit\u00e4rdienst gerufen. Er&nbsp;musste am 15. November 1940 als Soldat zur Infanterieersatzabteilung 104 Darmstadt einr\u00fccken. Sein um ein Jahr \u00e4lterer Bruder Alfred war schon im Juni zuvor einberufen worden. Im Juli nachfolgenden Jahres erfolgte Willibalds Einsatz als Sch\u00fctze der 11. Kompanie des Infanterie Regiments 437 im Osten. Der Krieg gegen die Sowjetunion war zu diesem Zeitpunkt erst ein Monat alt. Die deutschen Truppen waren rasch vorgedrungen und Willibalds Einheit befand sich im August bereits am Dnjepr in der heutigen Ukraine. Am 7. August 1941 traf ihn ein Gescho\u00df der Artillerie oder von einem Flugzeug. Er starb mit 21 Jahren&nbsp;in Balyka, s\u00fcdlich von Kiew.&nbsp;Willi wurde von seiner Kompanie in einem \u201eFeldgrab\u201c beigesetzt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1635\" height=\"1411\" src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-Feldgrab.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1138\" style=\"aspect-ratio:1.1587642865225756;width:554px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-Feldgrab.jpg 1635w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-Feldgrab-300x259.jpg 300w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-Feldgrab-1024x884.jpg 1024w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-Feldgrab-768x663.jpg 768w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-Feldgrab-1536x1326.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 1635px) 100vw, 1635px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>                                          <em>Feldgrab von Willibald Baudy in Balyka (Ukraine) <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><br>&nbsp;Die offizielle Nachricht vom Tod durch das Wehramt erfolgte erst im Januar 1942. Aber der Brief eines Kameraden vom 5. September an Willibalds Mutter brachte schon davor die traurige Gewissheit. Darin lesen wir: \u201e\u2026Gestern Abend erfuhr ich durch einen Kameraden, dass Willi an dem gleichen Tage, an dem auch ich verwundet wurde, gefallen ist. Willi war mein bester Kamerad, ja besser gesagt, Freund. Oft mussten wir gro\u00dfe Not ausstehen und auch da teilten wir uns das Letzte. (&#8230;). Ich wei\u00df, wie besorgt eine Mutter ist und wie schwer sie es tr\u00e4gt, denn auch ich bin mit zwei Br\u00fcdern der dritte im Felde. Aber, liebe Frau Baudy, einer wird ihn f\u00fcr alle seine uns\u00e4glichen Strapazen der letzten Monate belohnen. Das ist Gott.&nbsp;Wir alle k\u00f6nnen Willi nur durch unser Gebet helfen. Willi war mir teuer und ich werde oft f\u00fcr ihn beten. M\u00f6ge Sie Gott weiter beh\u00fcten und Ihnen ihre anderen S\u00f6hne alle gesund&nbsp;zur\u00fcckschicken.&nbsp;Gott gebe uns einen baldigen Frieden!\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"588\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-Sterbebild-2-588x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1140\" style=\"width:254px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-Sterbebild-2-588x1024.jpg 588w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-Sterbebild-2-172x300.jpg 172w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Baudy-Willi-Sterbebild-2.jpg 700w\" sizes=\"(max-width: 588px) 100vw, 588px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Frieden lie\u00df lange auf sich warten und die Sorgen der Mutter wurden nicht kleiner, denn mittlerweile war ab Oktober 1941 auch Willis vier Jahre j\u00fcngerer Bruder Heinz bei den Soldaten. Er wurde im November 1943 bei den K\u00e4mpfen auf der Krim schwer verwundet. Ihm musste der rechte Unterarm abgenommen werden. Als dann der Krieg vor\u00fcber war, \u00fcbte er mit einer Protese seinen Beruf als Schreiner weiter aus und lenkte auch das Auto. Au\u00dfer der letzten Generation erinnern sich alle Herxheimer noch an den kommunikativen, stets zu Sp\u00e4\u00dfen aufgelegten Heinz Baudy, der als Karnevalist \u00fcber Jahrzehnte aktiv war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bem\u00fchungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge, das Grab von Willibald Baudy ausfindig zu machen und ihm in einem der Kriegsgr\u00e4berst\u00e4tten eine Ruhestatt zu geben, waren bislang ohne Erfolg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>(Dr. Klaus Eichenlaub)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Acht Kinder hatte der Schreinermeister Georg Baudy und seine Ehefrau Maria geb. Daum. Sie wohnten in der Unteren Hauptstra\u00dfe 1, also im letzten Haus am \u00f6stlichen Dorfende. 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