{"id":1130,"date":"2025-06-27T07:30:39","date_gmt":"2025-06-27T07:30:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/?page_id=1130"},"modified":"2025-07-02T12:04:40","modified_gmt":"2025-07-02T12:04:40","slug":"hans-beiner-1922-1946","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/?page_id=1130","title":{"rendered":"Hans Beiner (1922-1946)"},"content":{"rendered":"\n<p>Hans Beiners Eltern waren Franz und Franziska Beiner in der Querhol 11 in Herxheim. Beide Elternteile verdienten als Zigarrenmacher den Lebensunterhalt. Jakob, das erste Kind des Ehepaares, wurde nur einen Tag alt. Anna, das zweite Kind, \u00fcberlebte nur drei Tage. Dann kam Hans am 5. August 1922 zur Welt und wurde als Johann Josef getauft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Beiner-Johannes.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Knapp drei Jahre sp\u00e4ter bekam Hans mit Karl Albert einen Bruder, der ihm und seinen Eltern nach drei Monaten ebenfalls vom Tod genommen wurde.&nbsp;Ab diesem Zeitpunkt war Hans einziges lebendes Kind seiner Eltern. Hans Beiner&nbsp;wurde Mitte der 1930er Jahre Mitglied der Hitlerjugend. Als Berufsangabe finden wir: Kaufm\u00e4nnischer Angestellter.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges war Hans noch nicht wehrpflichtig. Aber am 3. Februar 1941 musste er als Funker einr\u00fccken. Er wurde einer Nachrichtenkompanie der Luftwaffe zugeordnet.&nbsp;Aus sicherer Quelle wissen wir, dass er mit Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion ab 22. Juni 1941&nbsp;an der Ostfront im Einsatz war. Er wurde mit der Ostmedaille ausgezeichnet und zum Gefreiten bef\u00f6rdert. Schon bald kommen keine Nachrichten mehr von Hans. Er geriet in sowjetische Gefangenschaft; wann und wo wissen wir nicht. Er war einer von ungef\u00e4hr drei Millionen Gefangenen der in den Weiten der Sowjetunion verstreuten Lager. Hans Beiner wurde in einem Gefangenenlager in Sibirien, jenseits des Ural, inhaftiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"563\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Beiner-Hans-Sterbebild-563x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1132\" style=\"width:359px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Beiner-Hans-Sterbebild-563x1024.jpg 563w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Beiner-Hans-Sterbebild-165x300.jpg 165w, https:\/\/www.kulturelleserbe-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Beiner-Hans-Sterbebild.jpg 698w\" sizes=\"(max-width: 563px) 100vw, 563px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>                                                   Todesanzeige von Hans Beiner, 1946. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Seine Eltern hofften nach Kriegsende vergeblich auf die R\u00fcckkehr ihres einzigen Kindes. Hans \u00fcberlebte zwar das Ende des Krieges, starb jedoch im Kriegsgefangenenlager Losinyi bei Swerdlowsk am 23. M\u00e4rz 1946. Er wurde nur 25 Jahre alt. Es war die Nachricht von Heimkehrern aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft, welche die traurige Nachricht vom Tod \u00fcberbrachten. Die offizielle Nachricht der zust\u00e4ndigen Dienststelle in Berlin erfolgte erst zum 15. M\u00e4rz 1949.<\/p>\n\n\n\n<p>(Dr. Klaus Eichenlaub)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans Beiners Eltern waren Franz und Franziska Beiner in der Querhol 11 in Herxheim. Beide Elternteile verdienten als Zigarrenmacher den Lebensunterhalt. Jakob, das erste Kind des Ehepaares, wurde nur einen Tag alt. Anna, das zweite Kind, \u00fcberlebte nur drei Tage. Dann kam Hans am 5. August 1922 zur Welt und wurde als Johann Josef getauft. 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