Josef Dudenhöffer war das zweite Kind von Karl Dudenhöffer und Luise geb. Eichenlaub. Er kam am 19. März 1924 auf die Welt. Sein Elternhaus stand in der Haagstraße 4 in Herxheim, wo vor dem Krieg lediglich drei Häuser standen und erst danach sich weitere Häuser dazugesellten. Josefs älterer Bruder war Eduard und die nachfolgenden Geschwister waren die Mädchen Liesel, Eugenie und Anna Elisabeth.

Bei Kriegsbeginn war Josef Dudenhöffer 15 Jahre alt. Drei Jahre später musste er – auch wenn dafür die Belege fehlen – wie sein Jahrgang zum Reichsarbeitsdienst (RAD) und unmittelbar danach zur Ausbildung als Soldat. Spätestens 1943 dürfen wir ihn im Kriegseinsatz an der Ostfront vermuten, wo sich das Kriegsglück schon deutlich von den deutschen Truppen abgewandt hatte und deren horrende personellen Verluste durch immer jüngere Jahrgänge gefüllt werden mussten, bis schließlich sogar 16-Jährige den Soldatenrock anziehen mussten. Josefs älteren Bruder Eduard hatten die Kämpfe bei Stalingrad schon 1942 in den Tod gerissen. Somit wird ihm klar gewesen sein, dass auch ihm ein Gleiches würde zustoßen können. Noch nicht 21 Jahre alt, wurde Josef von der Kriegsfurie eingeholt. Seit 1. Januar 1945 galt er in den Kämpfen bei Łódź in Polen als vermisst und erhielt ob der Wirren der letzten Kriegswochen kein uns bekanntes Grab. Im Gedenkbuch auf dem Friedhof des polnischen Siemianowice bei Kattowitz wird an Josef Dudenhöffer erinnert.
So als wäre dies noch nicht genug, wurde im März 1944 Eduards Vater Karl Dudenhöffer bei einem Luftangriff der Alliierten am 10. April 1944 in Hasselt/Belgien getötet.
Luise Dudenhöffer verlor beide Söhne, einen Schwager, einen ihrer Brüder und wurde dann noch Kriegswitwe. Was für ein Schicksal!
(Dr. Klaus Eichenlaub)

